Checkliste.
Mitarbeiter-Medien sind hocheffektive Werkzeuge innerhalb der Unternehmens-Kommunikation. Checken Sie ihr eigenes Medium, um herauszufinden, ob es up-to-date ist.
Gesamtanmutung.
- Wenn Sie Ihre Mitarbeiter-Zeitschrift mit den hier gezeigten vergleichen: wirkt ihr Medium insgesamt aktuell, zeitgemäß oder eher veraltet und überholt? Die Anmutung hat oft mit der verwendeten Überschriftentype zu tun. Manche Schriften wirken nach einigen Jahren überholt.

Erscheinungsweise.
- Die Publikation erscheint zwischen sechs und zwölf Mal jährlich und zwar an festgelegten Terminen, die auch eingehalten werden.

Zeitungslayout.
- Jeder Artikel bildet mit allen Elementen – Überschrift, Bild, Ergänzungs box – einen Block mit vier Kanten.
- Jede Seite hat in der oberen Hälfte einen Aufmacher mit einer größeren Überschrift.
- Meldungen werden links oder rechts außen gebündelt.
- Das größte Bild steht oben auf der Seite, die anderen Bilder sind in einer klaren Hierarchie auf der Seite verteilt.

Zeitschriftenlayout.
- Das Heft besteht aus einer Mischung aus Seiten mit kurzen und aus Seiten mit langen Artikeln. Es ergibt sich ein Rhythmus, der immer wieder das Interesse des Lesers weckt.
- Jede Ausgabe hat eine längere Coverstory, die im vorderen Drittel des Blattes steht.
- Am Ende des Heftes sind interessante ständige Rubriken, die dort noch einmal ein Highlight setzen.

Überschriftenapparat.
- Überschriften haben vier bis acht Worte, um immer eine konkrete Aussage unterbringen zu können.
- Überschriften sagen klar, welcher Inhalt folgt (keine Rätselaufgabe).
- Eine Unterzeile oder eine Kombination von Unterzeile und Vorspann geben weitere Informationen.
- Ein Schlagwort bei jeder Überschrift hilft dem Leser, die Informationen einzuordnen.
- Überschrift und Bild ergänzen sich inhaltlich. Sie bilden eine Einheit. Sie stehen nicht im Widerspruch zueinander.

Fotografie.
- In den Fotografien wird die Arbeitswelt realistisch abgebildet.
- Menschen in Aktion werden gegenüber statischen Gruppenaufnahmen bevorzugt veröffentlicht.
- Durch Umfragen oder andere ständige Rubriken finden sich normale Mitarbeiter in der Zeitung / Zeitschrift wieder, nicht nur Führungspersonal.
- Gruppenaufnahmen werden so platziert, dass sie nicht zu dominant im Blatt sind.
- Es werden öfter extreme Hoch- und Querformate eingesetzt, die die Seiten dynamisch machen.
- Extremer Bildschnitt: Aufnahmen werden oft so beschnitten, dass Dynamik und Modernität ausgestrahlt wird.
- Jedes Bild hat einen Bildtext. Die Namen der Abgebildeten Personen werden genannt.
- Bildtexte stehen unter dem Bild. Sie stehen nie darüber, weil der Leser sie dort nicht erwartet.
- In Ausnahmefällen stehen Bildtexte rechts oder links vom Bild.
- Bildtexte werden meistens gelesen. Darum sind sie nie kleiner als der Grundtext.
- Jedes Bild hat einen eigenen Bildtext. Bildtexte verschiedener Bilder werden nicht gesammelt.

Lesbarkeit.
- Die Grundschrift ist nicht zu groß und nicht zu klein. (12 Punkt wäre zu groß, 7 Punkt zu klein.)
- Eine Schrift mit Serifen gilt für den Grundtext als besser lesbar als eine Serifenlose.
- Fakten werden aus dem Hauptartikel herausgelöst und in Faktenboxen übersichtlich gesammelt.
- Die Artikel sind so formuliert, dass auch Mitarbeiter anderer Abteilungen keine Verständnisprobleme haben. (Die Fachsprache wird durch Deutsch ersetzt.)

Der Einzelne im Zentrum.
- Die Publikation hat ständige Rubriken, in denen einzelne Mitarbeiter vorgestellt werden. Man erfährt darin z.B. auch etwas über Hobbies oder soziales Engagement.
- Die Fotografien sind so angelegt, dass sie beispielsweise nicht nur neue Produktionsabläufe zeigen sondern Menschen bei der Arbeit.

Journalistische Stilformen.
- Nicht nur Berichte, sondern auch Reportage, Kommentar, Glosse, Interview und Kurzinterviews (Drei Fragen an …) sowie Pro und Contra einsetzen, weil Leser diese Stilformen gerne konsumieren.

Lesermeinungen.
- Meinungen und Fragen aus der Belegschaft sollten sich im Blatt wiederfinden. Falls erforderlich, sollten angesprochene Probleme direkt von den zuständigen Fachleuten beantwortet und geklärt werden.

Interviews.
- Überschrift und Vorspann geben einen Überblick über den Inhalt des Gesprächs.
- Fotografien des Interviewten zeigen unterschiedliche Gesten.
- Markante Sätze aus dem Interview werden hervorgehoben und dienen als Auflockerung.